Dicke Dinger am Strand

An diesem Morgen wollen wir die Moeraki Boulders anschauen. Der berühmte Strand mit den murmelrunden großen Steinen liegt nicht weit vom Campingplatz. Wir starten früh und sehen schon von Weitem eine Menschenmasse am Strand. Mehr Menschen als Steinkugeln so scheint es, und das bei Strurm und Regen. Naja, wir dachten, das kann ja nicht so toll werden. Je deichter wir kommen, umso leerer wird der Strand und die Steinmurmeln immer größer. Von Dichtem kann man erst richtig einschätzen wie einmalig und erstaunlich diese Steine sind. Manche sind wirklich kugelrund und glatt, oder mit tiefen Rissen oder Muscheln bewachsen. Sie gucken teilweise halb oder mehr aus dem Sand raus und sehen aus, als hätte ein Riese eine handvoll Murmel fallen lassen. Oder wie Andres so schön meinte, als sei vor Millionen vor Jahren ein Urriesenkarnickel vorbeigehoppelt und hat sein Geschäft am Strand von Moeraki verrichtet.
Das war dann aber auch der schöne teil des Tages. Denn als ob der Tag dachte, bei diesem Sauwetter haben die beiden doch sicher nichts besseres vor als.....
Ne Autopanne zu haben, unterm Auto zu liegen und in Werkstätten und Schrotthändlerladen rumzuhängen. Argghhhhh! Naja, wir sind also ca 2 Minuten nachdem wir vom Strand losgefahren sind über nen Stein oder ähnliches (wir konnten es später nicht mehr finden) gefahren und es hat uns den reifen platt gehauen und die Felge zerbeult. Naja, wenigstens keine Alterschwäche bedingte Panne unserer Goldie. Und zum Glück ist Andres nicht nur Wander und Bergsport erpropt, sondern auch hervorragend von Papa Gunther im Reifenwechslen trainiert worden. Also hat er im Regen bei Matsch und Sturm ganz heroisch den Reifen gewechelt und wir konnten in die nächste große Stadt Dunedin fahren. Dort haben wir dann recht einfach zuerst einen Schrotthändler gefunden, der uns die richtige Felge verkaufen konnte und dann mit seiner Hilfe, einen Reifenladen, der einen passenden secondhand da hatte. Alle Werkstatt- oder Schrottplatzleute waren mal wieder unglaublich nett und haben uns toll geholfen, so daß alles ziemlich schnell geklappt hat. Am Ende hat der Eine dann unseren Erstazreifen wieder   unterm Bus verstaut (der sei nur temporär gut genug) und uns unseren neuen besseren Reifen angebaut und noch Luftdruck gecheckt. So schnell war alles wieder topfit, daß wir noch Zeit hatten den Rest des veregneten Nachmittags im Waschsalon zu verbringen, um unsere mit dem Bus vererbten Decken etc mal richtig heiß zu waschen. Denn wir vermuten, daß da vielleicht irgendwelche Fiecher drin sein könnten, da wir so viele Stiche an den Füßen haben. Mal sehen obs nun besser wird, da alles heiß gewaschen und getrocknet wurde. Das war mal ein not so much fun day.

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