Wanderung zum Mount Cook

Weiter gehts, auf zum Mount Cook. Es gibt nicht sehr viele Strassen in Neuseeland, und man muss, wenn man zum Mount Cook will, dieselbe Strasse hin und auch wieder zurück fahren. Obwohl er weitaus dichter an der Westküste liegt, kann man ihn von dort nur mit dem Helikopter erreichen. Die einzige Straße führt aus dem Landesinneren vorbei am Lake Pukaki. Den See hatten wir ja schon gestern einmal kurz besucht, nun gehts immer schön am Ufer entlang hoch in die Landschaft der Alpen und zum Mount Cook. Die Landschaft ist herrlich und man hat die ganze Zeit die schneebedeckten Berge als Ziel immer näher kommend im Blick und neben sich den hellblauen See. Wir haben aber auch echt Glück mit dem Wetter, denn die Sonne strahlt. Es kann nämlich auch schon recht frisch werden, vor allem im Schatten und abends, in der Sonne ist es aber super angenehm warm. Der Mount Cook ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel und der Campground dort füllt sich immer mehr gegen Abend und errinnert mehr an einen vollen Parkplatz. Macht aber nichts, denn als wir aufstehen (gar nicht so spät) ist es schon wieder recht leer um uns geworden. Die Nacht über wurden wir mehrmals von den frechen Berg Papageien, den Keas geweckt. Die sind sehr draufgängerisch und absolut nicht scheu und haben eine Vorliebe für Gummiteile. Besonders gut geschmeckt zu haben scheinen ihnen jegliche Gummiteile von unserem alten Van. Am Morgen konnten wir sehen, wo sie sich ein paar Happen weggeschnippelt haben. Aber halb so wild,er fährt ja noch! Am Fuße des Mount Cook, vom Campingplatz aus, gibt es einen Wanderweg, zu meheren Stationen. Wir haben uns heute die längste Strecke ausgesucht und sind von Vormittags bis Nachmittags etwas in die Landschaft um die Berge herum eingedrungen. Da es wieder Bombenwetter war, war naürlich einges auf den Wanderwegen los. Andres sagte schon, es gehe zu wie auf der Reeperbahn. Tatsächlich haben wir während unserer ganzen Wanderung bestimmt 100 Hey, Hi, Hello oder so zu endgegenkommenden Gleichgesinnten gerufen.Die Landschft ist aber wirklich wunderschön, und man versteht, warum es dort so beliebt ist. Es war vielleicht auch nicht wirklich voll, nur für neuseelandische Verhältnisse. Ich (Linda) hatte ja noch nie so richtig (bewusst auf jeden Fall) hohe Berge, Gletscher oder die Alpen gesehen und erlebt, und war echt begeistert. Aber auch der Wander und Bergsport erpropte Andres hatte das, was uns am Ende unserer Wanderung erwartete nocht nicht gesehen. Da lag nämlich ein eiskalter Gletschersee mit dicken , fetten Eisbrocken darin. Die eigendliche Gletscherzunge haben wir dann auch beim zweiten Blick erkannt. Sie ragt in den See hinein, ist aber durch sehr viel dunkles Geröll erst gar nicht als Eisfläche zu erkennen. Komisches Gefühl war das, da so in der heißen Sonne mit Sonnenhut an einem See mit dicken Eisbrocken drin zu sitzen. Einmalig.
Ja, in unseren ersten Tagen hat sich Neuseeland schon sehr von seiner paradiesischen Seite gezeigt. Vielleicht wird es bald mal wieder Zeit, dass wir  gegenseitig kneifen. Der Camper Luxus ist zwar nicht immer ganz und gar paradiesisch, aber mit Hilfe unserer Solardusche lässt sich die  allernotwendigste Körperhygene bewerkstelligen und das ist ja schon mal was. Und wenn wir mal wieder in Luxus schwelgen, duschen und sogar Wäsche waschen wollen, gibt es überall tolle Campingplätze, die wir (in Verbindung mit ner satten Gebühr natürlich) anfahren können. Für die nächste Nacht tut es allerdings eine kleine Grüne Fläche am Rande des Strandes am Pazifik, den wir mit eingen anderen Campern, aber ohne jeglichen Luxus, teilen. Nach der Mount Cook Wanderung haben wir uns nämlich wieder auf Richtung Ostküste gemacht, an der wir uns ein paar schöne Ziele rausgesucht haben. Man kommt aber auch erstaunlich schnell rum hier, es gibt echt nicht viele Straßen und noch weniger Verkehr. Ruckzuck waren vom Rande der Alpen schon wieder am Meer.

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